Sie sind auf der Internet-Seite eines Forschungsprojekts. Das Projekt befasst sich mit den „Acta conciliorum oecumenicorum“. Das ist ein Projekt, das die alten Urkunden der wichtigsten ökumenischen Konzilien – von Ephesus (431) über Chalkedon (451) bis zum dritten Konzil von Konstantinopel (680/81) und den Bilderstreit (787) – sammelt, übersetzt und erklärt. Nach dem Konzil von Konstantinopel (381) blieben wesentliche Fragen über das Wesen Jesu offen; sie wurden über Jahrhunderte in vielen Konzilien diskutiert und sind Teil des gemeinsamen Glaubenserbes aller großen christlichen Kirchen. Seit den 1920er Jahren werden diese Texte, die bisher nur in Griechisch und Latein vorlagen, in der Reihe Acta Conciliorum Oecumenicorum (ACO) publiziert. Das aktuelle Vorhaben nutzt die vorhandene Fachkenntnis, um mit Hilfe einer eigens trainierten Künstlichen Intelligenz die Dokumente als maschinenlesbare XML‑Daten frei zugänglich zu machen und über webbasierte Such‑ und Kartentools zu erschließen. Gleichzeitig erscheint ein übersetzter Kommentar bei De Gruyter und ein Open‑Access‑Jahrbuch. So sollen sowohl Wissenschaftler*innen als auch interessierte Laien die Geschichte der Konzilien leicht verstehen und weiter nutzen können.